Radrunde "Roith"
Braunau-Aching-Neukirchen-Roith-Braunau

  
       

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01 | Das Brauhaus Haselbach gegenüber der Kirche ist sowohl für den Beginn wie auch für den Abschluss der Tour ideal.

Ich habe diese Runde "Roith" genannt, weil man nach 25 Kilometern diese idyllische Ortschaft erreicht, durchquert und auf landschaftlich reizendem Weg wieder verlässt. Wahrscheinlich gefällt es mir, weil es mich an meine ursprüngliche Heimat erinnert.

Wir fahren ostwärts die Dietfurterstraße entlang, über die Geleise bis zur Einmündung in die Laabstraße, der wir nach rechts folgen.

02 | Nach der Überquerung der Mattig biegen wir wieder rechts ab und verlassen die Hauptstraße. Schnell erreichen wir die Ortschaft Jahrsdorf, wo uns eine Besonderheit zu einem Halt veranlasst.

   

03 | Wolfgang Auer aus Braunau/St. Peter ist nicht nur Kunstschmied und international geschätzter Restaurator, sondern auch Uhrenfachmann. Aus oft nur einzeln in Türmen herumliegenden Teilen hat er manche Kirchturmuhr wieder restauriert und zum „Gehen“ gebracht. Ein besonderes Hobby ist das Berechnen und Konstruieren von Sonnenuhren (Gnomonik). Und sozusagen als Weiterführung träumte Auer jahrelang von einer astronomischen Uhr an der Ostseite seines Schmiede-Bauernhofes. „Weltweit die einzige astronomische Uhr auf einem Stadel.“
Er hat es sich nicht leicht gemacht, denn sein Ausgangspunkt war eine Konstruktion von N. N. aus dem Jahr 13xx, die aber wegen der Komplexheit nie verwirklicht wurde. Von fünf Jahren Rechnen und Planen im Kopf spricht Auer. Dann mussten alle Teile gezeichnet und angefertigt werden. Dafür wollte er keinen Computer verwenden, sondern nur Stift, Lineal und Winkelmesser. Es ist heute schwer vorstellbar, wie man mit diesen einfachen Mitteln z.B. ein Zahnrad mit 192 Zähnen konstruiert. Natürlich sind für so eine Uhr viele Zahnräder unterschiedlicher Größe notwendig, die Wolfgang Auer alle selbst geschmiedet und mit der Feile bearbeitet hat. Entscheidend für den genauen Gang sind auch Achsen und Lager, die er ebenfalls selbst hergestellt hat. Selbstverständlich stammen auch die anderen Teile dieses Werkes, Gehwerk (Gewichte und Pendel), Zifferblatt, Schlagwerk usw., von ihm.
Sein Meisterwerk zeigt die uns gewohnte Zeit in einem 24-Stundenkreis an, aber nicht nur, sondern auch die Sternzeit (die eine Zeitskala ist, die in der Astronomie verwendet wird und wegen des Erdrotationswinkels vier Minuten kürzer ist als ein Sonnentag), die Tierkreiszeichen, den Stand des Mondes im Tierkreis, den auf die Erde und die Sonne bezogenen Mondumlauf, die Mondphasen, den Sonnenstand, Sonnen- und Mondfinsternisse.
Auer selbst spielt sein Meisterwerk schmunzelnd ein wenig herab: „Die Uhr geht nicht ganz genau, da hätte ich noch mehr Zahnräder einbauen müssen.“ Um wie viel geht sie falsch? „Um eine Viertel Mondphase - in 760 Jahren.“ Damit kann sogar der Perfektionist Auer leben…

Das Bild (vom 15.7.2020) ist eine vorläufigt Montage, die nicht dem fertigen entspricht!!! Das richtige Bild wird sofort nach Fertigtellung ergänzt.

   

Kurz nach der Astronomischen Uhr, mitten in der Ortschaft Jahrsdorf biegen wir scharf rechts ab, folgen der Straße bis über den Berg hinauf, halten uns rechts, folgen der Straße in Aselkam und fahren geradeaus weiter. Wenn diese zwei markanten Bäume auftauchen, sind wir auf dem richtigen Weg.

04 | Der Bahnübergang in Aching ist jetzt gut gesichert. Trotzdem Vorsicht!
An schlimme Unfälle an dieser Kreuzung erinnert eine Tafel an der immer schön gepflegten Kapelle.

Maisfelder machen Kurven unübersichtlich, das Verkehrszeichen beachten wir nicht, denn wir folgen der Straße nach rechts und sehen dann einen dominanten Baum, einen sgn. "Jausenbaum" (Bild aus dem Frühling). Dazu erklärt ein Fachmann: "Bei Grundbereinigungen wurden viele Bäume entfernt, um die Bearbeitung einfacher zu machen. Diesen einen ließ man stehen, um sich in seinem Schatten zur Jause zusammenzusetzen."

Gleich erreichen wir die Ortschaft Seibersdorf. Wir fahren geradeaus an diesem Gehöft vorbei.

Hier sehen wir eine Kapelle und daneben eines von mehreren Kraftwerken an der Mattig.

Vielleicht ist es auch interessant, den neu gestalteten Fischaufstieg anzusehen...

Auf der Weiterfahrt folgen wir dem markierten Radweg. Wanderhühner erfreuen sich ihres Lebens! Etwas später sehen wir dieses Gehöft vor uns. Hier biegen wir rechts ab. Gleich darauf aber...

...nicht der Radwegmarkierung folgen, sondern rechts halten und die Mattig bewundern!

05 | Am Ende dieses Weges gilt es die Bundesstraße zu überqueren und der Straße aufwärts folgen.

     
Auf der linken Seite sieht man manchmal (da gut abgezäunt) Damwild, Hirsche mit mächtigen Geweihen und ihre Kühe. Auf der anderen Seite manchmal wie eine große Wasserfläche die Obstkulturen Kasinger. Leckeres Obst zB am Wochen- und Bauernmarkt bis weit in den Frühling.
     

06 | Vorsichtig überqueren wir die Straße zwischen Burgkirchen und Neukirchen! Gleich darauf liegt ein Teich mit Seerosen usw. vor uns.

     

Bald kommt wieder eine kleine Kapelle, bei der wir nach rechts abbiegen und der Straße bis zur Einmündung in die zuvor schon überquerte Verbindungsstraße Burgkirchen - Neukirchen folgen. 07 | Nach etwa 200 m biegen wir an der Kreuzung rechts ab und sofort wieder nach links.

08 | Hier fallen Berge von Holz auf. Damit hat es etwas Besonderes auf sich: Es wird Strom und Fernwärme daraus erzeugt.

In den Jahren 2010 und 2011 wurden in Neukirchen an der Enknach und Geiersberg zwei Holzgas-Pilotprojekte zur Herstellung von Strom realisiert. Ziel der Initiative ist es, Erkenntnisse und Daten für die Praxistauglichkeit künftiger Anlagen zu gewinnen.

Wie kann aus Holz Strom erzeugt werden? Im Grunde ganz einfach: Erst wird es gehäckselt, dann in einer neuartigen Maschine (damals 2011 die erste weltweit) verarbeitet und landet als Strom im Transformator. Und mit der Abwärme, die der Motor abwirft, wird das örtliche Fernwärmenetz mitgeheizt. Der Brennrückstand ist reiner Kohlenstoff, der wiederum einerseits als Heizmaterial oder pelletiert sogar als Blumendünger verwendet werden kann. Und sonst bleibt nichts übrig.

Heuer wurden an vielen Stellen meiner Radrouten
Blühstreifen als Bienen- und Insektenweiden angelegt.
Ein Genuss auch für unsere Augen.

09 | Der kleine Bach, der sich in der Folge durch die Landschaft schlängelt, nennt sich Enknach. Sie gilt als gutes Fischgewässer, was auch Reiher und z.T. sogar Störche zu wissen scheinen.

Bei Hochwasser kann sich die Enknach enorm ausbreiten und große Flächen überschwemmen. Bei unserer Tour sind diese Überschwemmungsgebiete gut vorstellbar.

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11 | Königsaich 1

Immer, wenn ich hier vorbeifahre, gefällt mir die Lage dieses markanten Hofes. Und dazu die schöne Adresse "Königsaich". Schon beim ersten Mal assoziierte ich "König" und "Burg"... Also konnte ich es nicht lassen und musste mein Foto etwas aufpimpen. - Macht sich doch gut!

Gleich dann geht es wieder ganz friedlich frühlingsfarben weiter...

12 | ...bis zur scharfen Abbiegung Richtung Norden.


Hier folgen wir der Straße durch Wald, Felder und wieder Wald bis an die Stelle, wo ein Bergabstück beginnt. 13 | Hier biegen wir scharf nach links auf die kleine Straße in den Wald und folgen dieser in das Dorf Roith (das ich am Beginn schon erwähnt habe).

Lange habe ich nicht gewusst, was diese grünen Tonnen zu bedeuten haben. Fährst du vorbei, fragst du dich sicher auch... Es ist ein Schießplatz! Die Tonnen fangen die bleihältige Munition auf und sollen verhindern, dass sie in der Natur verloren geht...



14 | Weil wir durch den Wald nicht zu schnell gefahren sind, haben wir die Hauptstraße erreicht, bei der wir wieder vorsichtig sind! Kurz nach links und dann gleich wieder nach rechts auf den Weg, der neben dem Entwässerungskanal zum Inn hin führt.

15 | Dann folgen wir den Wegweisern R3A bis nach Braunau.

Aber es gibt bis dahin noch Interessantes:...

Sollt Hunger oder Durst sich bemerkbar machen... 16 | Das Kraftwerk Ranshofen von der Stauseeseite und der Blick nach der Staustufe.
     
Nicht mehr weit bis zur Stadt Braunau!
Hier im Augut lässt sich noch gut entspannen
und sogar kneippen - die Muskeln danken´s!
     

17 | Kinderspielplatz, Motorikpark, Minigolfplatz und Jägerstätterpark liegen unmittelbar vor der Stadt, die die Radler mit dem Blick auf den imposanten, dritthöchsten Kirchturm Österreichs empfängt.

Sie sind von der Stadt aus fußläufig in kürzester Zeit zu erreichen und bieten Erholung nach einer schönen Radtour.

     
   
Da hindurch geht´s in die Stadt. Achtung: steil!

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